Pfarrer i. R. Hartmut Miethe
Vorsitzender des Seniorenbeirates Grünberg

20. Mai 2020


Liebe Seniorinnen und Senioren der Stadt Grünberg,
nach längerer Zeit grüße ich Sie alle wieder im Namen des Seniorenbeirates.

Wie mag es Ihnen in den zurückliegenden Wochen ergangen sein? So vieles Vertrautes liegt nun brach und wartet auf den Neubeginn. So manche Geburtstagsfeier konnte nicht stattfinden. Ehejubiläen und Dorffeste konnten nicht gefeiert werden. Mancher aus unserer Gemeinschaft wurde still und leise bestattet und damit wurden auch verdiente Nachrufe nicht gehalten. Wir gedenken diesen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
Interessante Projekte, wie Andachten, Konferenzen, Schulstunden und Beratungen finden im Internet statt. Die meisten von uns Senioren haben sich relativ gut in die schwierige Situation eingefühlt und kommen zurecht, obwohl wichtige Grundrechte wie Versammlungsfreiheit, Religionsausübung und anderes mehr eingeschränkt wurden. Manchmal ist es gar nicht so einfach, den Alltag im Detail zu bewältigen.
In vielen Geschäften werden die Vorsichtsmaßnahmen unterschiedlich gehandhabt. In dem einen Laden nur eine Person, in der Apotheke drei und wieder woanders so viele, wie Einkaufswagen bereitstehen. Da kann es schon mal vorkommen, dass man nicht mehr bis drei zählen kann und dann wieder aus dem Geschäft raus muss.
Vielleicht hat man auch mal seine Maske vergessen und es geht gar nichts mehr. Mit diesen kleinen Missgeschicken kommen wir in der Regel zurecht. Schwerer wird es, wenn wir auf die Veränderungen blicken, die sich in den Betrieben, den Schulen, der Pflege und den Heimen aufgetan haben. Hier ist das ganze Land nachhaltig gefordert und wenn man die Nachrichten hört, oder liest, dann beschwert sich das Gemüt doch spürbar. Wird das alles zu schaffen sein?
Einen verschobenen Geburtstag kann man nachfeiern, aber einen verlorengegangenen Arbeitsplatz zu ersetzen, wird schwer werden.
Wer sein Geschäft aufgeben musste, hat harte Zeiten zu bewältigen und wer nicht, wie gewohnt, regelmäßig in das Altersheim kann, um einen lieben Menschen zu besuchen, wird traurig.
Unendlich lang ist mittlerweile die Liste der Veränderungen geworden und deshalb brauchen wir alle weiter viel Geduld und Vertrauen in die Entscheidungsträger.
Es ist verständlich, dass manchmal Zweifel an der Richtigkeit von Maßnahmen aufkommen, dass gefühlte Ungerechtigkeiten wahrgenommen werden und sich auch Unmut, ja sogar Zorn breit machen. Nur darf sich unter uns allen keine Nachlässigkeit breit machen, die nachher Menschenleben in Gefahr bringt.



Wir Senioren haben doch die notwendige Lebenserfahrung und Weisheit, um auf Menschen einzuwirken, die möglicherweise langsam die Nerven verlieren. Wir können mahnen, beistehen, raten und in so manche Situation Ruhe bringen. Darin liegt unsere Stärke!
Senioren sind mündige Bürger eines Staates, den sie maßgeblich mit aufgebaut haben und die Coronakrise nimmt uns diese Mündigkeit nicht weg. Nur im gemeinsamen und fairen Gespräch der Generationen können Entscheidungen getroffen werden, die sinnvoll sind.
Kinder, Menschen mitten im Leben und die Senioren bilden eine Gemeinschaft. Wenn dieser Gedanke verloren geht, geht auch viel Demokratie verloren.
Wenden Sie sich, werte Senioren und Seniorinnen, in bedrängenden Situationen an die Stadt, an die Pfarrämter und an den Seniorenbeirat.
Keiner wird im Stich gelassen! Genießen Sie die Vorteile der ländlichen Region wie Gärten, Parks und Wälder und bleiben Sie untereinander im Gespräch.
Wenn sich nun auch vieles wieder lockert, bleiben Sie unbedingt vorsichtig und achten Sie auf Ihre Gesundheit.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Hartmuth Miethe

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Pfarrer i. R. Hartmut Miethe
Vorsitzender des Seniorenbeirates Grünberg

23. März 2020


Sehr geehrte Seniorinnen und Senioren der Stadt Grünberg,
werte Damen und Herren,

als Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Grünberg übermittle ich Ihnen zusammen mit dem Berat stärkende Wünsche für die Zeit der Coronakrise. Ich freue mich darüber, dass in Grünberg spontan die Aktionsgemeinschaft „GRÜNBERG HILFT“ entstanden ist. Wenden Sie sich in schwierigen Situationen an das Rathaus und die Pfarrämter. Niemand wird im Stich gelassen! Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität in einer Zeit, in der wir aufgefordert werden, auf Abstand zu gehen. In dem jüngsten ZEIT Magazin steht der Satz:
„Nie war es so wichtig gemeinsam allein zu sein, um auf alle aufzupassen.“
Das ist eine schwierige Kunst „gemeinsam alleine zu sein“.
Meine Gedanken gehen z. B. zu meinen Enkelkindern in den Taunus, die ich jetzt nicht besuchen darf. Ich darf es nicht, um sie und mich zu beschützen. Als Senior gehöre ich plötzlich zu einer Risikogruppe, obwohl ich mich gesund und munter fühle. Das muss ich erst einmal verstehen und annehmen. Herz und Verstand gilt es in der neuen Lage beieinander zu halten. Wir haben viele Möglichkeiten, um miteinander in Kontakt zu bleiben und sollten diese auch nutzen, damit aus dem Alleinsein nicht Einsamkeit wird. Telefon und Computer stehen vielen zur Verfügung.
Vor ein paar Tagen musste ich in meinem Kalender etliche Termine streichen, auf
die ich mich gefreut habe. Darunter waren auch Veranstaltungen in verschiedenen Seniorengruppen. Schade, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, wie der Volksmund sagt. Wenn wir aufeinander aufpassen, dann werden wir uns doch wiedersehen und mit neuem Schwung unser Miteinander aufnehmen.
Ich bin dankbar, dass in dieser ernsten Situation so vieles von Seiten der Politik, der Kirche, Sozialverbände und anderer Institutionen getan wird, um die Lage für uns alle stabil zu halten. Dankbar bin ich zudem für das, was im direkten Umfeld an Nachbarschaftshilfe und persönlicher Zuwendung geleistet wird. Dank zudem an jene, die in der Pflege und in den medizinischen Diensten Großartiges zu Wege bringen.
Mögen Sie alle, werte Damen und Herren, bewahrt und behütet sein.
Ihr

Hartmut Miethe, Pfarrer i.R.

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Der Grünberger Seniorenbeirat und seine Aufgaben

Nachdem zahlreiche Städte und Gemeinden im Kreis Gießen bereits seit längerem einen Seniorenbeirat hatten, hielten es die kommunalpolitisch Verantwortlichen im März 2012 auch in Grünberg für geboten und verabschiedeten aufgrund einer Magistratsinitiative eine entsprechende Satzung. Diese führte dazu – im Unterschied zu den bis dahin meistens bei Stadtteilquotung angewandten Berufungs- oder Benennungsverfahren – dass alle über sechzigjährigen Bürgerinnen und Bürger öffentlich zu Wahlvorschlägen aufgefordert und später schließlich mit Briefwahlunterlagen ausgestattet wurden. Bei erstaunlich hoher Beteiligung fand die Wahl des 1. Grünberger Seniorenbeirates dann im September 2012 statt. Die nach Stimmenmehrheit bei guter Verteilung auf Kernstadt und Stadtteile zehn Gewählten konstituierten sich im November 2012 und nahmen ihre Arbeit auf.

Die zentralen Aufgaben des Beirates sind satzungsgemäß die Vertretung der Interessen der älteren Bürgerinnen und Bürger der Stadt Grünberg gegenüber den städtischen Organen wie Magistrat und Stadtverordnetenversammlung sowie die Einbeziehung der älteren Generation ins kommunale Geschehen. Zugleich berät und unterstützt er die Stadt bei Planung und Durchführung entsprechender Planungen und Programme und ist vor anstehenden Entscheidungen rechtzeitig zu beteiligen. Er kann dabei Vorschläge unterbreiten und Stellungnahmen abgeben und hat insoweit auch ein Anhörungs- und Rederecht.

Die Satzung des Seniorenbeirates können Sie im Ortsrecht unter dem Punkt 28 einsehen:

Ortsrecht - Satzungen

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Grünberger Seniorenwegweiser 2017

Grünberger Seniorenwegweiser 2017

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Programm des Seniorenbeirates im Ersten Halbjahr 2020

Programm des Seniorenbeirates im Ersten Halbjahr 2020

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Mitglieder des Seniorenbeirates

Am 03. Juli 2017 fand die konstituierte Sitzung des neu gewählten Seniorenbeirates statt.
Der neu gewählte Seniorenbeirat setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen.

PersonenHarbach
 
Seniorenbeirat
PersonenGrünberg
Telefon: 06401/6840
wcorell@gmx.de
Seniorenbeirat
PersonenBeltershain
Seniorenbeirat
PersonenLehnheim
 
Seniorenbeirat
PersonenLardenbach
 
Jagdvorsteher Lardenbach Seniorenbeirat
PersonenGrünberg
 
Seniorenbeirat
PersonenQueckborn
 
Seniorenbeirat
PersonenStangenrod
 
Telefon: 06401/6263
marlenequeck@web.de
Seniorenbeirat
PersonenReinhardshain
Seniorenbeirat
PersonenLumda
 
Seniorenbeirat
Beratendes Mitglied
Diakonisches Werk
Frau Beate Herdejost
Bahnhofstraße 37
35305 Grünberg

Geschäftsstelle bei der Stadt Grünberg

 
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